Ethische Richtlinien für die Bildungsmaßnahmen der DAJEB

(i. d. F. v. 1.9.2008))

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  1. Begriffsbestimmungen
  2. Diffamierungsverbot
  3. Beziehung zwischen Lehrenden und Teilnehmende
  4. Körperkontakte
  5. Sexuelle Kontakte
  6. Pflicht zur Verschwiegenheit
  7. Forschungsvorhaben
  8. Kurssprecher(in)
  9. Pflicht zur Mitteilung
  10. Recht zur Mitteilung
  11. Sanktionen
 

§ 1. Begriffsbestimmungen          Führt zum Anfang der Seite

  1. Zu den "Bildungsmaßnahmen" zählen u. a. die Weiterbildungskurse, Fortbildungsreihen, Fortbildungen und Jahrestagungen.
  2. Unter "Lehrenden" sind die Kursleiter(innen), Dozent(inn)en, Referent(inn)en, Mentor(inn)en, Supervisor(inn)en, Praktikumsanleiter(innen) u. ä. einschließlich der bei der Bildungsmaßnahme anwesenden Verwaltungskräfte zu verstehen.
  3. Zu den "Teilnehmenden" gehören nicht die "Lehrenden".
  4. Unter "Beteiligten" sind die "Lehrenden" und "Teilnehmenden" zu verstehen.

§ 2. Diffamierungsverbot          Führt zum Anfang der Seite

Diffamierende Äußerungen über Rassen, Ethnien, Männer oder Frauen, Religionen oder Weltanschauungen, Behinderungen, Altersgruppen und sexuelle Identitäten sind unzulässig.

§ 3. Beziehung zwischen Lehrenden und Teilnehmenden          Führt zum Anfang der Seite

  1. Die Beziehung von Lehrenden zu Teilnehmenden ist eine professionelle; die Lehrenden sind daher für die Gestaltung dieser Beziehung verantwortlich.
  2. Diese Beziehung darf von den Lehrenden für die Dauer der Bildungsmaßnahme nicht für eigene private Zwecke genutzt werden.
    Bei Bildungsmaßnahmen, die mit einer Prüfung abschließen, darf diese Beziehung von den Lehrenden innerhalb von zwei Jahren nach Ende der Bildungsmaßnahme nicht für eigene private Zwecke genutzt werden.
  3. Außerhalb der Bildungsmaßnahme soll für deren Dauer eine über den üblichen Sozialkontakt hinausgehende Beziehung zwischen Lehrenden und Teilnehmenden vermieden werden.

§ 4. Körperkontakte          Führt zum Anfang der Seite

Körperkontakte orientieren sich am Zweck der Bildungsmaßnahme und am Wohl der Teilnehmenden. Sie erfordern eine besondere Sorgfalt zur Vermeidung von Übergriffen.

§ 5. Sexuelle Kontakte          Führt zum Anfang der Seite

  1. Sexuelle Kontakte zwischen Lehrenden und Teilnehmenden sind für die Dauer einer Bildungsmaßnahme unzulässig.
  2. Bei Bildungsmaßnahmen, die mit einer Prüfung abschließen, sind sexuelle Kontakte zwischen Lehrenden und Teilnehmenden innerhalb von zwei Jahren nach Ende der Bildungsmaßnahme unzulässig.

§ 6. Pflicht zur Verschwiegenheit          Führt zum Anfang der Seite

  1. Die Beteiligten sind zur dauernden Verschwiegenheit über alle persönlichen Daten, Mitteilungen und Umstände, die sie im Rahmen der Bildungsmaßnahme erfahren, verpflichtet.
  2. Die Lehrenden tragen dafür Sorge, dass in Supervisionen, Fallbesprechungen, Protokollen, Falldarstellungen u. ä. die Daten der betroffenen Klient(inn)en anonymisiert werden.

§ 7. Forschungsvorhaben          Führt zum Anfang der Seite

  1. Wenn Lehrende im Rahmen einer Bildungsmaßnahme ein Forschungsprojekt durchführen, haben sie eine besondere Verantwortung für die damit verbundenen Folgen.
  2. Sie müssen vor Beginn der Bildungsmaßnahme bzw. - sollte das Forschungsvorhaben nach Beginn der Bildungsmaßnahme beginnen - vor Beginn des Forschungsvorhabens die ausdrückliche schriftliche Zustimmung der Beteiligten einholen.

§ 8. Kurssprecher(in)          Führt zum Anfang der Seite

  1. In mehrteiligen Bildungsmaßnahmen, die mit einer Prüfung abschließen, können die Teilnehmenden eine(n) Kurssprecher(in) wählen. Die Kursleitung weist die Teilnehmenden zu Beginn der Bildungsmaßnahme auf diese Möglichkeit hin.
  2. Der/die Kurssprecher(in) wird für die Dauer der Bildungsmaßnahme gewählt. Bei mehrjährigen Bildungsmaßnahmen wird der/die Kurssprecher(in) jeweils für die erste und die zweite Hälfte der Bildungsmaßnahme gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.
  3. Die Wahl findet in der zweiten Veranstaltung der Bildungsmaßnahme statt. Im Fall des Abs. 2, S. 2. findet die Wahl für die zweite Hälfte der Bildungsmaßnahme in der ersten Veranstaltung der zweiten Hälfte der Bildungsmaßnahme statt.
  4. Der/die Kurssprecher(in) wird von sich aus oder auf Grund des Hinweises eines/einer Beteiligten tätig.
  5. Der/die Kurssprecher(in) wird insbesondere tätig
    1. bei Beschwerden von Teilnehmenden über die Lehrtätigeit einer/s Lehrenden,
    2. bei gruppendynamischen Konflikten in Plenar- oder Gruppenveranstaltungen und
    3. bei Anhaltspunkte für die Benachteiligung eines/einer Teilnehmenden durch eine(n) Lehrende(n).
    In diesen Fällen berät und unterstützt der/die Kurssprecher(in) den/die betroffene(n) Teilnehmende(n). Er/sie kann auch zwischen dem/der betroffenen Teilnehmenden und der/dem Lehrenden vermittelnd tätig werden. Führt das Vermittlungsgespräch zu keinem für den/die Teilnehmende(n) befriedigendem Ergebnis, kann sich der/die Kurssprecher(in) an die Kursleitung bzw. - wenn diese betroffen ist - an den Vorstand wenden. Er/sie kann sich auch an eine(n) andere(n) Lehrende(n) der Bildungsmaßnahme wenden.
  6. Der/die Kurssprecher(in) wird auch tätig, wenn es Anhaltspunkte für einen Verstoß einer/s Lehrenden gegen diese ethischen Richtlinien gibt. 2In diesem Fall wendet er/sie sich zunächst an die Kursleitung; bestehen die Anhaltspunkte gegen die Kursleitung, wendet er/sie sich an den Vorstand der DAJEB.

§ 9. Pflicht zur Mitteilung          Führt zum Anfang der Seite

Die Lehrenden sind bei einem Verstoß eines/r Lehrenden gegen die ethischen Richtlinien oder bei begründetem Verdacht eines Verstoßes verpflichtet, die Kursleitung bzw. - wenn diese betroffen ist - den Vorstand zu informieren.

§ 10. Recht zur Mitteilung          Führt zum Anfang der Seite

Die Teilnehmenden sind bei einem Verstoß eines/r Lehrenden gegen die ethischen Richtlinien oder bei begründetem Verdacht eines Verstoßes berechtigt, die Kursleitung bzw. - wenn diese betroffen ist - den Vorstand zu informieren.

§ 11. Sanktionen          Führt zum Anfang der Seite

  1. Bei einem Verstoß gegen diese ethischen Richtlinien durch eine(n) Lehrende(n) kann dessen/deren Vertrag fristlos gekündigt werden.
  2. Bei einem Verstoß gegen diese ethischen Richtlinien durch eine(n) Teilnehmende(n) kann dessen/deren Vertrag fristlos gekündigt werden.


 


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Zuletzt geändert am: 23.9.2008; erstellt von Jürgen Licht, München